Die Trolley Mission der US-amerikanischen Luftwaffe

Historische und bislang unveröffentlichte Luftbilder deutscher Städte im Zweiten Weltkrieg


Die Trolley Mission der U.S. Air Force

Die Trolley Mission war eine besondere und zugleich einmalige Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe, die vom 7. Mai 1945 bis zum 12. Mai 1945 über Deutschland stattgefunden hatte. Es sollte dem gesamten Bodenpersonal der 8. US-Luftflotte, das beispielsweise als Flugzeugmechaniker, im Sanitätsdienst oder in der Verwaltung tätig war und somit nicht aktiv an den Kampfeinsätzen beteiligt war, ermöglicht werden, das mittelbare Wirken für den Sieg über Deutschland aus der Luft zu betrachten. Im Englischen lautete der Einsatzbefehl: "The purpose was to provide all ground personnel with an opportunity of seeing the results of their contribution in the strategic air war against Germany". So begann die US-amerikanische Luftwaffe am Montag, den 7. Mai 1945, noch einen Tag vor der offiziellen Kapitulation des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht, mit Rundflügen über Deutschland.

Das Besondere an diesen Rundflügen, die als Trolley Mission, manchmal auch als "Low-Level Tours", als "Low-Level Missions" oder als "Cook's Tours" bezeichnet werden, ist der Umstand gewesen, dass Photographien erstellt worden sind. Es handelt sich bei diesen Photographien um Luftbilder, die nicht auf militärischen Befehl hin entstanden sind, sondern mehr oder weniger aus purem Zufall heraus gemacht wurden und Deutschland sprichwörtlich zur "Stunde Null" zeigen. Markus Lenz, selbst Privatpilot und Wirtschaftshistoriker, hat nach aufwendigen Recherchen in den USA sowie nach Restaurierung zahlreicher Archivphotos mehrere Publikationen über die Trolley Mission herausgegeben, um diese sechs Tage im Mai 1945 in luftfahrthistorischer und flugnavigatorischer Perspektive zu analysieren. Die Internetseite www.trolley-mission.de beinhaltet einen Großteil dieser Luftaufnahmen.